Mustangs - Die wildlebenden Legenden Amerikas!

Julia besucht in den USA wilde Mustangs

Schließt man die Augen und stellt sich Mustangs vor, sieht man eine wunderschöne Herde wild und temperamentvoll durch die weite Prärie Amerikas galoppieren. Sie sind unabhängig und unangepasst. Sie brauchen keine Menschen!

Mustangs sind wunderschön, glücklich und vor allem sind sie frei!

Tatsächlich sieht die Realität ganz anders aus.

Noch heute besteht der Irrglaube, dass sie vor dem Aussterben bedroht sind. Doch zur Zeit befinden sich ca. 80.000 Wildpferde (und Wildesel) in der freien Wildbahn. Das Tragische daran ist allerdings, dass die Flächen, die für die Mustangs zur Verfügung stehen, gerade mal für ca. 30.000 Tiere reichen. Für diese katastrophalen Bedingungen ist natürlich wieder einmal der Mensch verantwortlich. Er hat sich immer mehr Land für seine zum Teil riesigen Rinderherden angeeignet und somit den Mustangs ihren Lebensraum entwendet. Zudem wurden die natürlichen Fressfeinde, wie z.B. der Berglöwe, vertrieben. Somit gab es also immer mehr Mustangs und immer weniger Weidefläche.

Glücklicherweise stehen diese besonderen Tiere mittlerweile unter staatlichem Schutz. Insbesondere das BLM  (Bureau of Land Management) achtet darauf, dass die Herden in der freien Wildbahn nicht zu groß werden und somit qualvolle Hungertode vermieden werden. Die Mustangs werden durch Round-Ups eingefangen und dann zu Auffangstationen gebracht. Dort werden sie täglich mit Wasser und Futter versorgt. Wir waren schon persönlich vor Ort. Obwohl die Menschen dort mit Leidenschaft den Tieren helfen, sieht die Realität doch sehr traurig aus. Es sind einfach viel zu viele Pferde. Sie stehen teilweise im eigenen Mist und das Leben dort ist für sie wirklich sehr eintönig und unbefriedigend. Hier ist Hilfe also bitter nötig! Somit wird schnell klar, dass jeder einzelne Mustang zählt, der aus diesen Auffangstationen geholt wird und ein schönes zu Hause auf Lebenszeit findet.

Wer sich einmal mit den Legenden Amerikas beschäftigt hat, der kommt in der Regel nicht mehr davon los. Von ihnen geht eine regelrechte Magie aus!

Julia zusammen mit Mustang Little Wildfire

Auch wir von Royal Horsemen sind tief bewegt. So kam es, dass 2019 unser erstes Patenkind „Little Wildfire“ bei uns einzog, ein wunderschöner Mustang. Mit dem Flugzeug wurde er nach Frankfurt geflogen und von dort holten wir ihn ab. Eine unglaubliche Reise voller bewegender Momente ging von da an für uns und den kleinen Mustangmann los!

Marina und Julia haben ihn für ca. 100 Tage trainiert und ausgebildet.  Es gab Höhen und Tiefen, denn dieser Mustang kannte noch nicht viel von der Menschenwelt. Aber am Ende wurde aus diesem kleinen Wildfang ein wunderbarer Freund. Little Wildfire hat den beiden Mädels viel darüber gelehrt, wie ein Pferd denkt und handelt und das es sehr wichtig ist, im Hier und Jetzt zu sein.

Der Tag des Abschieds war natürlich sehr tränenreich! Aber er zog zu einer wunderbaren Familie, die dem kleinen „Wifi“ ein liebevolles neues Zuhause schenken. Natürlich haben wir immer noch Kontakt, und so durften wir ihn schon besuchen fahren und ihn sogar nochmals reiten.

Sicherlich fragst du dich jetzt, warum wir Wifi nicht einfach selber behalten haben. Nun, tatsächlich haben wir mit dem Gedanken gespielt. Aber da wir bereits drei eigene Ponys haben, mussten wir uns eingestehen, dass wir damit sehr gut ausgelastet sind, denn es ist uns wichtig, unseren Tieren gerecht zu werden. Dennoch möchten wir weiterhin den Mustangs helfen und da sich nicht alle Menschen trauen, einen wilden Mustang zu sich aufzunehmen, wird bei uns bestimmt nochmal einer für eine Ausbildung für einige Zeit einziehen.

Und? Bist du auch schon neugierig geworden, was es alles so mit den Mustangs auf sich hat? Oder bist du dem Fieber sogar schon verfallen? Das Mustang Makeover Germany ist eine Organisation, die für dich als Ansprechpartner immer ein offenes Ohr hat. Sie beraten dich, beantworten deine Fragen und helfen dir auch dabei, deinen Traummustang aus Amerika nach Deutschland zu holen. Denn wie schon gesagt: Jeder Mustang zählt, der aus der Auffangstation gerettet wird!

Dieser Blogeintrag könnte noch ewig gehen, denn es gibt noch so unendlich viel über diese wunderbaren Wesen zu schreiben.

Marina und Julia mit ihrem Mustang Little Wildfire

Auf unserem Instagram-Account gab es einige Wochen den Mustang-Samstag. Dort erklären wir auch noch viel über die gesamte Situation. Ebenfalls kommen dort Leute zu Wort, die bereits ihren Traummustang bei sich zuhause haben.

Wenn du noch mehr wissen willst, dann schau unbedingt bei „Marina und die Ponys“ auf YouTube vorbei.  Dort gibt es einige Videos zu diesem Thema. Nicht nur über Little Wildfire, sondern auch über andere Mustangs. Bereits 2018 hat sie verschiedene Mustangtrainer in Deutschland und in Amerika besucht und natürlich ihre Kamera für dich stehts dabei gehabt.

Was denkst du über die Mustangs? Faszinieren sie dich auch? Lass uns deine Meinung dazu wissen 😊


1 Kommentar


  • Jcm G

    Sehr toller Beitrag und wichtiges Thema!


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